AMB Generali-Studie: 4,6 Milliarden Stunden Ehrenamt in Deutschland
Erstmals können damit regionale Engagementzahlen vorgelegt werden, die die sehr unterschiedlichen Situationen vor Ort transparent machen. Mehr als ein Drittel aller Bürgerinnen und Bürger engagiert sich im sozialen Bereich, für die Umwelt oder in Interessensgruppen. Die Leistungen, die bürgerschaftlich Engagierte pro Jahr erbringen, entsprechen einer Arbeitszeit von 3,2 Millionen Vollzeitbeschäftigten.. Besonders auffällig sind die regionalen Unterschiede innerhalb der Bundesländer: In einigen Landkreisen liegt die Engagementquote bei über 50%, in anderen unter 20%.
Freiwilliges Engagement findet häufig in den Bereichen Sport, Freizeit und Vereinen, Kinder und Jugendarbeit sowie Kirche und Religion statt. In den Bereichen Politik und Interessensgruppen, Engagement für ältere Bürger sowie Umwelt- und Tierschutz sind dagegen jeweils weniger als 5% der Bevölkerung engagiert.
Bundesweit sind 34% aller Personen über 16 Jahre bürgerschaftlich engagiert - dabei ist die Gruppe der 30 bis 55-Jährigen überdurchschnittlich vertreten.
Im Alter nimmt das Engagement sehr stark ab. Mit einer Quote von 26% ist die ältere Generation nur unterdurchschnittlich engagiert, obwohl sie nicht mehr im Berufsleben steht und deshalb mehr Zeit zur Verfügung hat. "Der demografische Wandel erfordert von uns allen ein Mehr an bürgerschaftlichem Engagement. Der Anteil der Älteren an der Gesamtbevölkerung wird weiter zunehmen. Für das Gemeinwohl hängt daher künftig viel davon ab, dass sich diese Gruppe verstärkt engagiert.", sagt Dietmar Meister, Vorstandssprecher der AMB Generali und Auftraggeber des "Engagementatlas 2009".
Gesellschaftlicher Nutzen des bürgerschaftlichen Engagements
Insgesamt hat das bürgerschaftliche Engagement eine große volkswirtschaftliche Bedeutung. Bürgerschaftlich engagierte Menschen arbeiten im Bundesdurchschnitt monatlich 16,2 Stunden freiwillig und ehrenamtlich. Damit werden 7,5% der gesamten Arbeitszeit in Deutschland durch freiwilliges Engagement erbracht. Bei einem angenommenen Stundenlohn von 7,50 Euro (entspricht dem derzeit diskutierten Mindestlohn) tragen engagierte Bürger jährlich eine Arbeitsleistung im Wert von nahezu 35 Milliarden Euro zum Gemeinwesen bei. Gemessen am Volkseinkommen der Bundesrepublik ist dies ein Anteil von 2%.
Die repräsentative Befragung bietet auch einen Ausblick auf die künftige Entwicklung und das große noch ungenutzte Potenzial des freiwilligen Engagements in Deutschland. Unter den derzeit nicht Engagierten können es sich fast 40% vorstellen, sich in Zukunft freiwillig zu engagieren. Auch hier gibt es sehr große regionale Unterschiede, die für einzelne Regionen ein weites Handlungsfeld eröffnen.
Der "Engagementatlas 2009" ist das erste Projekt des Generali Zukunftsfonds, mit dem die AMB Generali ihr gesellschaftliches Engagement neu positioniert. Unter dem Leitmotiv "Demografischer Wandel: Unsere gemeinsame Verantwortung" startet der Generali Zukunftsfonds das Programm "Bürger unternehmen Zukunft". Dietmar Meister: "Ziel unseres Programms ist es, das bürgerschaftliche Engagement Älterer zu fördern und zu stärken." Dazu sollen Akteure besser vernetzt und einzelne Initiativen mit Modellcharakter unterstützt werden. Zudem wird der Generali Zukunftsfonds zu mehr wissenschaftlicher Transparenz, zu besseren strukturellen Rahmenbedingungen und zu einer verstärkten öffentlichen Anerkennungskultur beitragen. Hierfür arbeitet der Generali Zukunftsfonds mit fachlich anerkannten Partnern aus Wissenschaft, Gesellschaft und Politik zusammen.
Die AMB Generali Gruppe ist der zweitgrößte Erstversicherungskonzern auf dem deutschen Markt. Rund 13,5 Millionen Kunden vertrauen den Unternehmen der AMB Generali Gruppe, zu der namhafte Versicherungs- und Finanzdienstleistungsunternehmen wie z.B. die Aachen Münchener, Volksfürsorge, Generali Versicherungen, CosmosDirekt, Central Krankenversicherung, Advocard, Dialog Lebensversicherung, Deutsche Bausparkasse Badenia oder Generali Investments zählen.
Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG
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