BRUDERHILFE-PAX-FAMILIENFÜRSORGE: Konzernumbau auf der Zielgeraden
Das versicherungstechnische Ergebnis der BRUDERHILFE Sachversicherung hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert, während bei der FAMILIENFÜRSORGE Lebensversicherung die höhere Zuführung zur RfB das versicherungstechnische Ergebnis belastete und es somit gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig war. Bei der PAX-FAMILIENFÜRSORGE Krankenversicherung führte die gestiegene Kostenbelastung auf Grund des Projektes "Konzernumbau" zu einem deutlich verminderten versicherungstechnischen Ergebnis, es war aber immer noch positiv. Die Reorganisation bei der BRUDERHILFE Sachversicherung ermöglichte bereits eine Absenkung des Kostensatzes und damit auch der Tarife. Das strategische Ziel der Spezialversicherer, alle Beschäftigten und ehrenamtlich Tätigen Menschen in Kirche, Diakonie und Caritas sowie der freien Wohlfahrtspflege mit leistungsstarken Produkten zu bedienen, wird mit dem Konzernumbau erreicht. Der weitere Ausbau der Vertriebsorganisation wird zu einer quantitativen und qualitativen Verstärkung der Kundenbetreuung führen und die geplante Wachstumsstrategie unterstützen.
BRUDERHILFE - Tarife wieder im Spitzenfeld
Die Brutto-Beitragseinnahmen der BRUDERHILFE Sachversicherung AG im Raum der Kirchen, mit Sitz in Kassel, betrugen für das selbst abgeschlossene direkte Versicherungsgeschäft 134,6 Mio. Euro. Die Beitragseinnahmen sind gegenüber dem Vorjahr um 6,9 % gesunken. Ausschlaggebend hierfür ist die Konzentration auf das Privatkundengeschäft und die dadurch bedingte Ausgliederung von Versicherungssparten sowie die weitere Tarifabsenkung in der Kraftfahrtversicherung bei der BRUDERHILFE Sachversicherung mit dem Ziel, einen Spitzenplatz in der Branche einzunehmen. Ohne Berücksichtigung der Schutzbriefversicherung innerhalb der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung bestanden 1,1 Mio. Verträge.
Die Brutto-Aufwendungen für Versicherungsfälle für das Gesamtgeschäft haben sich im Berichtsjahr auf 103,2 Mio. Euro reduziert. Die Netto-Schadenquote für das Gesamtgeschäft lag wie im Vorjahr bei 77,8 %.
Die Kapitalanlagen erhöhten sich um 10,7 Mio. auf 149,3 Mio. Euro. Die Nettoverzinsung lag bei 3,3 %.
Aufgrund eines deutlich abgesenkten Kfz-Tarifes konnte sich die BRUDERHILFE Sachversicherung bei Vergleichen wieder im Spitzenfeld der besonders günstigen Anbieter platzieren, was sich auch in der Neugeschäftsentwicklung mit einer Steigerung um 34 % bemerkbar machte.
Das Jahr 2006 schließt aufgrund der geplanten Belastungen aus dem Konzernumbau mit einem Verlust in Höhe von 1,5 Mio. Euro ab.
Reibungslose Reorganisation in der Lebensversicherung
Für die FAMILIENFÜRSORGE Lebensversicherung AG im Raum der Kirchen, mit Sitz in Detmold, war das vergangene Jahr von der Umstellung auf neue, verbesserte Abläufe zum Jahreswechsel geprägt. Diese ist ohne Beeinträchtigung des laufenden Geschäftsbetriebes inzwischen umgesetzt.
Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2006 183,6 Mio. Euro an laufenden Beiträgen sowie 9,0 Mio. Euro an Einmalbeiträgen und Zuzahlungen gebucht. Die gebuchten Bruttobeiträge beliefen sich auf insgesamt 192,0 Mio. Euro, was einem geringfügigen Rückgang von 1,2 % entspricht.
Die Brutto-Aufwendungen für Versicherungsfälle betrugen 134,0 Mio. Euro. Die Zahlungen für Versicherungsfälle betrugen 132,6 Mio. Euro. Davon entfielen auf Abläufe 82,7 Mio. Euro, auf Todesfälle und auf Renten- und BUZ-Leistungen 19,8 Mio. Euro. Für Rückkäufe fielen 23 Mio. Euro an. Gemessen am laufenden Beitrag betrug der Stornosatz nur 2,77 %, er lag damit um 0,12 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau. Der Stornosatz lag damit deutlich unter dem Branchenschnitt von 5,05 %.
Die gesamten Kapitalanlagen erhöhten sich auf 2.304,4 Mio. Euro. Das Nettoergebnis aus Kapitalanlagen betrug im Geschäftsjahr 96,1 Mio. Euro, dies entspricht einer Nettoverzinsung von 4,3 %.
Der Gesamtüberschuss der FAMILIENFÜRSORGE Lebensversicherung AG im Raum der Kirchen betrug 18,9 Mio. Euro. Hiervon wurden 16,9 Mio. Euro der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zugeführt. Der Bilanzgewinn betrug 4,1 Mio. Euro.
Positive Entwicklung in der Krankenversicherung
Die Einnahmen an verdienten Beiträgen bei der PAX-FAMILIENFÜRSORGE Krankenversicherung AG betrugen 124,5 Mio. Euro Dies entspricht -2,9 %, bedingt durch die Ausgliederung eines großen Beihilfeablösevertrages bei gleichzeitiger Überführung in eine neu gegründete Gesellschaft. Ohne diese Ausgliederung wäre das Wachstum bei 5,7 %.
Die Brutto-Aufwendungen für Versicherungsfälle sind auf 94,9 Mio. Euro gestiegen. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wurde von 21,8 Mio. Euro auf 23,7 Mio. erhöht. Die Schadenquote ist von 81,1 % auf 86,4 % gestiegen.
Die Kapitalanlagen erhöhten sich von 465,2 Mio. Euro auf 504,1 Mio. Euro. Die Nettoverzinsung betrug 4,0 % (Vorjahr 2,2 %).
Das Geschäftsjahr 2006 schloss mit einem Bilanzgewinn in Höhe von 2,1 Mio. Euro (Vorjahr 0,8 Mio. Euro) ab. Der Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung wurden 6,4 Mio. Euro zugeführt.
Ausblick
Das Reorganisationsprojekt ist mit dem Umzug der PAX-FAMILIENFÜRSORGE Krankenversicherung nach Detmold zur Jahresmitte 2007 abgeschlossen. Waren die Geschäftsergebnisse der Jahre 2005 und 2006 maßgeblich von den Kostenbelastungen dieser Reorganisation geprägt, ist in den nächsten Jahren eine deutliche Verbesserung des Geschäftsverlaufes zu erwarten. Die Voraussetzungen für den signifikanten Ausbau der Marktposition im Kirchenmarkt sind geschaffen: schlanke Strukturen und Prozesse, die leistungsstarke und kirchenmarktspezifische Produkte ermöglichen.
Gleichzeitig hat die Umsetzung des ambitionierten Vertriebsprojektes begonnen, mit dem das vorhandene Wachstumspotenzial im Bereich Kirchen, Diakonie und Caritas ausgeschöpft werden soll. Im Mittelpunkt steht der Ausbau der hauptberuflichen Vermittlerorganisation, ein Zuwachs von 10 % ist bei der Anzahl der Agenturen bereits realisiert.
Die Weichen sind für ein nachhaltig ertragreiches Geschäft zum Nutzen der Versicherten gestellt.
Quelle: Pressemeldung BRUDERHILFE Sachversicherung AG im Raum der Kirchen
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