Die "Prayerbox" erobert die Bundeswehr

05.05.2009 | München
Mit über 1000 "Prayerboxen" von KIRCHE IN NOT pilgert die Bundeswehr in der kommenden Woche nach Lourdes. Unsere "Prayerbox" ist eine kleine, weiße Dose - etwa so groß wie eine Streichholzschachtel.

Sie ist gefüllt mit einem Fläschchen Weihwasser, einem Mini-Rosenkranz, einem kleinen Kreuz und einem Faltblatt, das die wichtigsten Gebete der katholischen Kirche in deutscher, italienischer und englischer Sprache enthält.

Am Mitwoch, den 13. Mai, pilgern Soldaten der Bundeswehr in Sonderzügen nach Lourdes. Manche von ihnen sitzen während dieser Wallfahrt über 36 Stunden im Abteil. Militärdekan Johann Meyer verteilt die "Prayerbox" in dieser Zeit gerne als einen "peppigen Augenaufschlag", der zum Gebet anregen soll.

Er habe die "Prayerbox" auch an Soldaten anderer Nationen weitergegeben, unter anderem an Franzosen, Briten, Norweger und Litauer. Alle seien "hellauf begeistert gewesen von dieser klasse Idee", freut sich Meyer. Etwa 1200 "Prayerboxen" fänden jährlich unter seinen Soldaten freudige Abnehmer.

In Afghanistan "aus den Händen gerissen"

Auch in ernsten Einsätzen im Kosovo oder in Afghanistan gehöre für viele Bundeswehr-Angehörige die "Prayerbox" mittlerweile schon zum Marschgepäck, erzählt Vinzentinerpater Stephan Schmuck, der als Militärseelsorger die deutschen Soldaten im Ausland betreut.

Er berichtet, im Feldlager in Afghanistan seien ihm die "Prayerboxen" regelrecht "aus den Händen gerissen" worden. Im Einsatz sei die "Prayerbox" für die Soldaten etwas, an dem sie sich festhalten können, bestätigt auch Militärdekan Meyer.

Insgesamt wurden bei KIRCHE IN NOT bereits über 50 000 "Prayerboxen" bestellt. Die kleine Gebetsausrüstung kostet zwei Euro plus Versand. Der Erlös kommt der Arbeit von KIRCHE IN NOT für die Kirche in armen Ländern zugute.

Auch die Herstellung der "Prayerbox" dient einem guten Zweck: Bestückt wird die kleine Dose von Jugendlichen des "Bauernhofs der Hoffnung" (Fazenda da Esperança) auf Gut Bickenried in Irsee im Allgäu. Sie packen auch die Glaubenspakete von KIRCHE IN NOT.

Neben der Arbeit und dem Aufbau eines Gemeinschaftsgefühls sind regelmäßiges Gebet, tägliche Gottesdienste und das Studium der Heilgen Schrift wesentliche Bestandteile der Therapie. Die "Fazenda" versteht sich als geistliche Gemeinschaft und unterscheidet sich dadurch von anderen Therapiezentren und Fachkliniken.

Quelle: Pressemeldung KIRCHE IN NOT / Ostpriesterhilfe Deutschland e.V.

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