EKD-Synode in Ulm: Entscheidung bereits im zweiten Wahlgang
Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, ist heute erneut in den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gewählt worden. Bei der EKD-Synode in Ulm entfielen heute Mittag 99 Stimmen auf den obersten Repräsentanten der mit knapp 2,9 Millionen Mitgliedern zweitgrößten Landeskirche. Damit wurde Schneider bereits im zweiten Wahlgang in das Gremium, dem insgesamt 15 Mitglieder angehören, gewählt. "Ich bin dankbar für das Vertrauen, das die Synodalen und die Vertreterinnen und Vertreter der Kirchenkonferenz in mich setzen", sagte Schneider nach seiner Wahl: "In dieser zweiten Amtszeit im Rat der EKD sehe ich eine wichtige Aufgabe für mich darin, gemeinsam mit den anderen Ratsmitgliedern den unter dem scheidenden Ratsvorsitzenden Bischof Wolfgang Huber begonnen Reformprozess in unserer Kirche fortzusetzen."
Präses Schneider sieht noch weiteres Ziel: "Die Zusammenführung von ,Brot für die Welt" und damit des Diakonischen Werkes der EKD mit dem Evangelischen Entwicklungsdienst wird für mich das große Projekt in der nächsten Ratsperiode sein. Damit wird etwas bisher Einmaliges geschaffen: z.B. nationale und Internationale Armutsbekämpfung können voneinander lernen, und es wir deutlich, dass die Kirche Jesu Christi sich als grenzüberschreitende Gemeinschaft versteht", so der 62-jährige Theologe, der seit 2003 Präses der rheinischen Kirche ist. Im gleichen Jahr war er erstmals in den Rat der EKD gewählt worden. Neben seinen Aufgaben in der Leitung seiner Landeskirche ist Schneider seit 2005 Vorsitzender des Verwaltungsrates des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED). In diesem Jahr wurde er zudem zum Vorsitzenden des Diakonischen Rates der EKD gewählt.
Dem Rat der EKD, der für eine Amtszeit von sechs Jahren gewählt wird, gehören 15 Mitglieder an. 14 dieser Mitglieder werden gemeinsam von EKD-Synode und Kirchenkonferenz gewählt. Die oder der Präses der Synode steht kraft ihres/seines Amtes als Mitglied des neuen Rates bereits fest. Der Rat leitet die EKD in allen Angelegenheiten, die nicht ausdrücklich anderen Organen vorbehalten sind. Insbesondere soll er für die Zusammenarbeit der kirchlichen Werke und Verbände in allen Bereichen sorgen, die evangelische Christenheit in der Öffentlichkeit vertreten und zu Fragen des religiösen und gesellschaftlichen Lebens Stellung nehmen.
Quelle: Pressemeldung Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR)
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