Elfenbeinküste: 70.000 Euro für Kompletterneuerung des Priesterseminars

10.08.2010 | München
KIRCHE IN NOT unterstützt notwendige Erneuerung seit dem Bau vor 51 Jahren

Unser Hilfswerk hat 70.000 Euro für die dringend notwendige Renovierung des nationalen Priesterseminars der Elfenbeinküste zugesagt.

Das "Große Seminar vom Heiligsten Herzen Mariens" wurde 1959 erbaut. Der Gebäudekomplex befindet sich heute in einem katastrophalen Zustand. Das Dach ist undicht, Fenster, Türen und Wasserleitungen sind ebenfalls stark beschädigt. Die Zimmer und sanitären Anlagen müssen komplett erneuert werden. Gleiches gilt für die gesamte Elektroinstallation.

Das Priesterseminar wird gegenwärtig vor allem durch das "Päpstliche Missionswerk des heiligen Apostels Petrus" sowie die Bistümer der Elfenbeinküste unterstützt. Die Renovierung ist ein zentrales Anliegen der Bischöfe des Landes. Da ihnen für große Investitionen wie diese die Mittel fehlen, hat der Rektor des Seminars, Pater Raymond Kutwan, KIRCHE IN NOT um Hilfe bei der Finanzierung gebeten.

Das nationale Priesterseminar liegt in der 160.000-Einwohner-Stadt Anyama, rund 20 Kilometer nördlich des wirtschaftlichen Zentrums des Landes, der ehemaligen Hauptstadt Abidjan. Zur Zeit studieren hier 211 Seminaristen aus allen Diözesen. Zudem wohnen hier elf Professoren und 20 Angestellte.

Im März besuchte die Afrikareferentin unseres Hilfswerks, Christine du Coudray, neun von fünfzehn Diözesen des Landes und traf dreizehn Bischöfe. Ihr Fazit: "Das Land ist in Folge des Bürgerkrieges verarmt. Der Kirche geht es nicht besser. Die Katholiken brauchen unsere Hilfe."

Katholiken bei einer Prozession in der Diözese Grand Bassam.

Côte d"Ivoire, wie die Elfenbeinküste offiziell heißt, ist heute ein armes Land. Kakao und Kaffee waren und sind die wichtigsten Exportgüter. Fallende Preise am Weltmarkt ließen die Wirtschaft schrumpfen und führten schließlich zu einem Verteilungskampf: 2002 begann ein Bürgerkrieg, der trotz verschiedener Abkommen bis heute nicht beendet ist. Den Norden des Landes kontrollieren Rebellen, den Süden Regierungstruppen.

Friede setze die Bereitschaft zur Versöhnung und zu einem Neuanfang voraus, sagt du Coudray. "Der katholischen Kirche kommt dabei eine besondere Verantwortung zu."

Fast die Hälfte der 19 Millionen Einwohner des Landes sind Anhänger von Naturreligionen, ein Drittel bekennt sich zum muslimischen Glauben. Die Christen sind in der Minderheit, nur 16 Prozent sind Katholiken. Helfen Sie den Christen dabei, ihr Licht des Evangeliums leuchten zu lassen!

Quelle: Pressemeldung KIRCHE IN NOT / Ostpriesterhilfe Deutschland e.V.

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