Flutkatastrophe: Notfallseelsorge baut Betreuungsangebot auf

02.02.2005 | Kassel
Versicherer im Raum der Kirchen unterstützen durch Spendenaktion

Am 2. Februar 2005 hat Herr Jürgen Mathuis vom Vorstand der Versicherer im Raum der Kirchen, BRUDERHILFE-PAX-FAMILIENFÜRSORGE, eine Spende der Belegschaft und der Unternehmen in Höhe von 13.000 Euro an die Stiftung Notfallseelsorge für die Betreuung von Betroffenen der Flutkatastrophe überreicht. Bei der Übergabe der Spende sagte er:

"Am zweiten Weihnachtsfeiertag des vergangenen Jahres ist eine riesige Welle über den indischen Ozean hinweg gerast und hat in Südostasien eine Flutkatastrophe von bisher nicht gekanntem Ausmaß ausgelöst. Am 18. Januar 2005 wurde die Grenze von 200.000 Toten überschritten. Gestern war die Rede von insgesamt 280.000 Todesopfern. Das Ausmaß der Zerstörung ist unvorstellbar.

Nahezu unvorstellbar ist aber auch die andere Seite der Katastrophe, die Spendenbereitschaft der Menschen weltweit und die Leistungen der Hilfswerke vor Ort.

Doch nicht nur in Süd- und Südostasien gibt es Betroffene der Katastrophe, getroffen hat die Flutwelle auch tausende Touristen aus der ganzen Welt, viele davon aus Deutschland. Spontan haben deshalb die Belegschaften der BRUDERHILFE Sachversicherung, der FAMILIENFÜRSORGE Lebensversicherung und der PAX-FAMILIENFÜRSORGE Krankenversicherung sowie der Vorstand reagiert. Am 5. Januar 2005 wurde ein Spendenaufruf zugunsten der Stiftung Notfallseelsorge veröffentlicht, um die mittel- und langfristige Nachsorge für die Angehörigen von Vermissten zu unterstützen.

Ich darf Ihnen mit Freude das Ergebnis unserer Spendenaktion nennen: Obwohl viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ja ganze Abteilungen, bereits eigenständig den Spendenaufrufen der Hilfsorganisationen gefolgt waren, kamen bei unserer Aktion von Seiten der Mitarbeiterschaft 8.569,64 Euro zusammen. Die Unternehmen der Versicherer im Raum der Kirchen haben diesen Betrag auf 13.000 Euro aufgerundet und überreichen ihn der Stiftung Notfallseelsorge.

Mit dieser Aktion machen die Versicherer im Raum der Kirchen erneut deutlich, dass sie neben ihrem eigentlichen Auftrag, Versicherungsschutz und Vorsorge zu gewähren, auch sozial engagiert sind. Dass wir uns dabei auf kirchliche Arbeitsfelder konzentrieren liegt in der Natur der Sache.

Ich freue mich, dass wir damit als kirchennahe Unternehmen eine im wahrsten Sinne des Wortes "nahe liegende" Unterstützung für betroffene Menschen der Flutkatastrophe geben."

Der Vertreter der Stiftung Notfallseelsorge, Herr Landespfarrer Joachim Müller-Lange, begrüßte die Spendenaktion der Versicherer im Raum der Kirchen und dankte für den überreichten Betrag. Anschließend informierte er über die Aktivitäten der Notfallseelsorge im Rahmen der Flutkatastrophe:

In Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt flogen Notfallseelsorger in die Katastrophengebiete, um die Betreuung der deutschen Touristen vor Ort und bei der Rückkehr zu übernehmen. Nach diesem Einsatz konzentrierte sich die Tätigkeit der Notfallseelsorge in der zweiten Phase auf die Betreuung der Rückkehrenden an den Flughäfen in Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg, Köln und Berlin. Bei den darauf folgenden Gedenkveranstaltungen übernahm die Notfallseelsorge die Begleitung und Betreuung betroffener Menschen.

Aktuell finden die ersten Treffen von Notfallseelsorgegruppen statt, um in Abstimmung mit NOAH, der Zentralstelle der Bundesregierung zur Koordinierung von Nachbetreuungsmaßnahmen, Opfer- und Angehörigenhilfe nach schweren Unglücksfällen im Ausland und in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz, die mittel- und langfristige Nachbetreuung von Betroffenen der Flutkatastrophe, vor allem von Vermissenden, zu organisieren.

Quelle: Pressemeldung BRUDERHILFE Sachversicherung AG im Raum der Kirchen

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