Für Leib und Seele

26.08.2010 | Münster
Klösterliche Kostbarkeiten aus ganz Europa beim Dalheimer Klostermarkt

Zum größten Klostermarkt Europas lädt die Stiftung Kloster Dalheim. LWL-Landesmuseum für Klosterkultur am Samstag und Sonntag, 28. und 29. August, in das ehemalige Augustiner-Chorherrenstift Dalheim in Lichtenau (Kreis Paderborn) ein. Brüder und Schwestern aus über 30 Abteien, Stiften und Klöstern bieten von 10 bis 18 Uhr ihre Waren auf dem weitläufigen Dalheimer Klostergelände an und zeigen, was in ihren Küchen, Kellern und Werkstätten an wertvollen Produkten entsteht.

Die klösterlichen Marktbeschicker kommen aus Österreich, den Niederlanden, Polen, Tschechien, Weißrussland. Prominente deutsche Standorte wie zum Beispiel die Benediktinerabtei Münster-schwarzach - zum ersten Mal beim Dalheimer Klostermarkt - sind ebenso vertreten wie die Ordensgemeinschaften aus der Region. Mit dabei ist auch das vom jüngsten Neißehochwasser schwer geschädigte Kloster Marienthal aus Ostritz in Sachsen.

Von Handwerksvorführungen über eine Klosterwerkstatt für Kinder bis zu Konzerten in der Klosterkirche gehört ein umfassendes Rahmenprogramm für Kinder und Erwachsene zum Dalheimer Klostermarkt. Er findet seit 2002 traditionell am letzten Augustwochenende statt. Das Landesmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) erwartet 2010 rund 20.000 Besucher aus ganz Deutschland. "In seiner Vielfalt ist der Dalheimer Klostermarkt eine kulturelle Bereicherung der Region und gleichzeitig Anziehungspunkt weit über ihre Grenzen hinaus", ist LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch überzeugt.

In der Tradition der Klöster stehen ihre Erzeugnisse für achtsame Herstellung, außergewöhnliche Qualität, Reinheit und Naturnähe. Ob Produkte aus fairem Handel der Missionsbenediktiner der Abtei Münsterschwarzach, Senf der Trappisten aus dem tschechischen Novy Dvur, frisch gebackenes Brot der Augustiner Chorherren St. Florian in Österreich, Blumen und Kräuter aus Gars am Inn, Ikonen aus einem Kloster im weißrussischen Minsk oder Silberschmuck der Eremiten-Gemeinschaft des Heiligen Chariton: Das Warenangebot ist ebenso vielfältig wie die vertretenen Ordensgemeinschaften.

"Europas größter Markt seiner Art hat sich im neunten Jahr seines Bestehens auch als ein Ort des Austauschs und der Begegnung etabliert. Die Besucherinnen und Besucher finden hier Stärkungen für Leib und Seele", so Kirsch. Traditionsgemäß steht beim Dalheimer Marktgeschehen auch der persönliche Kontakt zwischen Ordensleuten und Besuchern im Vordergrund, die sich sowohl am Verkaufsstand wie auch beim gemeinsamen Gottesdienst (Samstag 17 Uhr) begegnen. "Der Dalheimer Klostermarkt ist inzwischen auch für viele Gemeinschaften ein fester Termin im Ordensjahr", sagte der kommissarische Museumsleiter Dr. Martin Kroker. Und das sei ganz im Sinne des LWL-Landesmuseums: "Der Kontakt zu den aktiven Ordensgemeinschaften macht erfahrbar, was Klosterkultur und Klosterleben heute bedeuten."

Ein facettenreiches Programm mit Handwerksvorführungen (z.B. Grünholzdrechseln, Schaubrauen, Weben am Schaftwebstuhl), Aktionen für Kinder (z.B. Bildhauen mit Ytong, Kieselmosaike, Bau eines Miniklosters aus Naturmaterialien, "Kegel & Co." - barocke Kinderspiele, Papier prägen), kostenlosen Führungen durch das Museum und seinen Konventgarten begleitet den Klostermarkt. Sonntags finden kleine Konzerte in der Klosterkirche statt

Quelle: Pressemeldung Landschaftsverband Westfalen-Lippe

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