Ministerpräsidentin Kraft betont die gemeinsame Aufgabe von Staat und Kirche

04.09.2010 | Düsseldorf
"Es gibt eine gemeinsame Aufgabe von Staat und Kirche: das Wohl der Menschen, die Menschlichkeit." Dies hat die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in ihrem Grußwort bei der außerordentlichen Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland am Vormittag in der Duisburger Salvatorkirche betont. Sie sei dankbar, sagte die Regierungschefin, für "das Miteinander, das den Menschen zugute kommt".

Als Ausdruck dieses Miteinanders benannte Hannelore Kraft den Gedenkgottesdienst für die Toten der Loveparade, der von genau fünf Wochen am gleichen Ort stattfand.

Heute in der Salvatorkirche feierlich an die 1. Reformierte Generalsynode 1610 zu erinnern und vor fünf Wochen dort der Trauer und dem Trost Raum zu geben, bedeute eine Spannung, so Kraft: "Aber vielleicht ist das nur in einer Kirche möglich, so unterschiedliche Dinge am gleichen Ort zu tun."

Auch Duisburgs Oberbürgermeister dankte der rheinischen Kirche für die Unterstützung in schwerer Zeit: "Sie, Präses Schneider, waren am Montag nach dem Unglück mit Bischof Overbeck der erste, der der Stadt seelsorgliche Hilfe angeboten hat." Angesichts der schweren vergangenen Wochen sei es gut, die Kirche an der Seite zu wissen.

Mit Blick auf das Synoden-Jubiläum, das Landeskirche und Kirchenkreis Duisburg derzeit in der Stadt begehen, erinnerte Sauerland daran, dass die 1. Reformierte Generalsynode ein kirchen- und geistesgeschichtliches Ereignis ersten Ranges gewesen ist - und wie an vielen anderen Stellen sei der Ort "Salvatorkirche" eng mit der Stadtgeschichte verbunden.

Quelle: Pressemeldung Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR)

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