Ostern bekräftigt: "Der Tod hat nicht das letzte Wort über die Menschen"
Die Auferstehung Jesu Christi sei Zeichen dafür, dass der Tod nicht das letzte Wort über die Menschen hat: "Gott hat Jesus Christus nicht dem Tod überlassen, und Gott wird auch uns dem Tod nicht überlassen! Auch über unser Leben und Sterben hat der Tod nicht das letzte Wort", sagte Schneider Ostersonntag in der Johanneskirche (Düsseldorf).
"Wo der Tod das letzte Wort hat, da verbinden sich die Furcht vor dem Tod und die Vergötzung des irdischen Lebens zu einer unheiligen Allianz. Wo der Tod das letzte Wort hat, da verhindern krampfhafte Lebensgier oder gleichgültige Lebensverachtung ein gesegnetes Leben und ein getrostes Sterben", betonte der 62-jährige Theologe. "Alles erraffen", "alles lächerlich machen", "alles wegwerfen" und "alles zerstören" seien Haltungen, die der Verabsolutierung des Diesseits entspringen, weil dabei dem Tod, der Vergeblichkeit und der Vergänglichkeit das letzte Wort gegeben wird. Für Christinnen und Christen stehe dem aber der österliche Glaube an die Auferstehung Christi entgegen.
Präses Schneider unterstrich: "Der Glaube an die Auferstehung Jesu Christi ist eine Lebensmacht, die auf Gottes Zukunft hin schon hier und schon jetzt unser irdisches Leben verändert. Wir sind dem Tod nicht mehr untertan, und wir lassen uns in der Nachfolge des Auferstandenen nicht länger zu Komplizen der Todesmächte dieser Welt machen." Er erinnerte an Worte des evangelischen Theologen und Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer: "Wer die Auferstehung Jesu Christi gläubig bejaht, der kann nicht mehr weltflüchtig werden, er kann aber auch nicht mehr der Welt verfallen, denn er hat mitten in der alten Schöpfung die neue Schöpfung Gottes erkannt." Deswegen könnten sich Christenmenschen immer wieder den österlichen Jubelruf "Christ ist erstanden!" zurufen - als Vergewisserung, dass der Tod nicht das letzte Wort über uns Menschen hat, auch "wenn wir versagen und schuldig werden, wenn wir weinend an den Gräbern von geliebter Menschen stehen und wenn wir hilflos zusehen müssen, wie Tod und Gewalt über das Leben, über Liebe und Gerechtigkeit zu triumphieren scheinen."
Quelle: Pressemeldung Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR)
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