"Schwarze Jungfrauen" bieten politischen Zündstoff auf der Bühne im LWL Industriemuseum
Die Inszenierung in Kooperation mit dem Westfälischen Landestheater Castrop-Rauxel beginnt am 11. September um 20 Uhr.
"Wir haben den Termin bewusst gewählt", so Museumsleiter Robert Laube. Denn das Stück thematisiert die Auswirkungen der Terroranschläge vom 11. September 2001, die bis heute spürbar sind und das Zusammenleben in der multikulturellen Gesellschaft erschweren. Fünf Migrantinnen berichten von den Herausforderungen des Lebens zwischen zwei Kulturen: Sie sind jung, sie sind schön, sie sind gebildet und sie sind fundamentalistisch. In einer Gesellschaft, die ihnen mit Angst, Misstrauen und Terrorismusverdacht begegnet, wenden sie sich dem Schutz des Radikalismus zu. Die Zerrissenheit zwischen den Kulturen, die Notwendigkeit, sich in der Religionszugehörigkeit verteidigen zu müssen, führt die Frauen in den Widerstand gegen die eingeforderten Zwänge.
Die Auseinandersetzung mit dem Thema Migration sieht das Westfälische Landestheater als eine Verpflichtung an. "Schwarze Jungfrauen" zeigt nicht die breite Masse, sondern Einzelschicksale und ruft so zu gegenseitigem Verständnis auf. Um die Kommunikation zu fördern hat das Publikum im Anschluss die Möglichkeit, gemeinsam über das Gesehene zu diskutieren. Daher ist das Stück nicht nur an ein Erwachsenenpublikum gerichtet, sondern auch an Schüler der Oberstufe.
Die Aufführung gehört zum Begleitprogramm der Ausstellung "Helden. Von der Sehnsucht nach dem Besonderen" die der LWL vom 12. März bis zum 31. Oktober im LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen zeigt
Quelle: Pressemeldung Landschaftsverband Westfalen-Lippe
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