"Seine Arbeitsmaxime war Leitung durch Hinhören, nicht durch Anordnen"
Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, würdigte Augustin als "streitbaren Brückenbauer, treuen Zeugen des Evangeliums und vom Geist geleiteten Mitarbeiter". Ihm sei es zu verdanken, dass das Fach Religion in den Lehrplänen der reformierten Oberstufe verankert wurde.
Augustin sei aber auch ein Mensch mit besonderer Gabe gewesen. "Er konnte zuhören, bevor er etwas sagte und eine Meinung formulierte. Seine Arbeitsmaxime lautete: Leitung durch Hinhören, nicht durch Anordnen. Er war den Kolleginnen und Kollegen immer ein Partner, der zu einem Gespräch bereit war. Diese tiefe Besonnenheit zeichnete ihn aus", so Schneider.
Augustin wurde am 2. Februar 1924 in Solingen geboren. Nach dem Theologiestudium in Wuppertal, Marburg, Wells/England und Bonn wirkte er als Gemeindepfarrer und Schulreferent in Trarbach/Mosel. Der Landessynode, dem obersten Leitungsgremium der rheinischen Kirche, gehörte er seit 1961 an. Im Jahr 1964 wurde er als theologischer Landeskirchenrat in das Landeskirchenamt der rheinischen Kirche berufen. Neben der Betreuung von neun Kirchenkreisen waren seine Hauptreferate die Männer- und Frauenarbeit sowie die Öffentlichkeitsarbeit. Die Landessynode wählte ihn 1971 zum hauptamtlichen Mitglied der Kirchenleitung. Ab 1981 fungierte er als Theologischer Dirigent (Stellvertreter des Präses). Die Schulabteilung, die Öffentlichkeitsarbeit und die innerdeutsche Ökumene waren seine Hauptreferate.
Quelle: Pressemeldung Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR)
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