Technische Assistenzsysteme für Senioren
Einladung zum Pressegespräch Die Technische Universität Ilmenau, die AWO Arbeitwohlfahrt/Landesverband Thü-ringen sowie die mittelständischen Unternehmen Falcom Wireless Communications GmbH Langewiesen und Kirchhoff Datensysteme Services GmbH & Co. KG Erfurt starten gemeinsam das Projekt „WEITBLICK.“
Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Vorhabens ist die Entwicklung neuer Technologien für Senioren. WEITBLICK steht für „Wissensbasierte Technologien und bedarfsgerechte Leistun-gen für Senioren durch individualisierte Care-Konzepte“. Dahinter verbirgt sich die Entwicklung und der Aufbau eines individuell zugeschnittenen und interaktionsfä-higen Assistenzsystems für Senioren. „Es gibt viele Senioren, die in ihren Möglich-keiten eingeschränkt sind und aufgrund unterschiedlicher Ursachen keinen Zugang zu sozialen oder gesellschaftlichen Angeboten haben“, sagt Projektleiter Prof. Chris-toph Ament vom Fachgebiet Systemanalyse der TU Ilmenau.
„WEITBLICK will genau an diesem Punkt ansetzen und so auch ermöglichen, dass ältere Menschen länger in ihrem eigenen Zuhause bleiben können. Unser Ziel ist ein System, das sich dem Nutzer anpassen kann.“ Ein großes Problem bei neuen Technologien, so Professor Ament weiter, sei jedoch immer die Akzeptanz der Senioren. „Um die Praxis-Seite nicht zu vernachlässigen, haben wir die AWO mit ins Boot geholt." Mit den Seniorenpflegeheimen „Hütten-holz“ und „Birkenhof“, einer Service-Wohnanlage, Seniorenbegegnungsstätten und einem ambulanten Pflegedienst deckt die AWO das gesamte Spektrum sozialer Dienstleistungen für Senioren in Ilmenau ab und bietet Raum, die entwickelten Ge-räte zu testen.
„Die rasant verlaufende demographische Entwicklung braucht viele Lösungen“, erklärt AWO-Geschäftsführer Michael Hack. „Als AWO stehen wir dabei auch technischen Innovationen aufgeschlossen gegenüber.“ Bereits heute gebe es Senioren, die zum Beispiel das Internet ganz selbstverständlich nutzen. „Wichtig ist, dass ein wirklicher Nutzen für die Senioren entsteht“, so Hack. 2 Das Projekt läuft über drei Jahre und wird vom BMBF mit insgesamt 1,2 Millionen Euro gefördert. Die Projektpartner hatten sich in einer bundesweiten Ausschreibung erfolgreich um den Zuschlag beworben. Die Ausarbeitung des Antrages entstand in fakultätsübergreifender Zusammenarbeit und wurde im Rahmen der internen Exzel-lenzinitiative der TU Ilmenau gefördert. Neben dem Fachgebiet Systemanalyse sind die TU-Fachgebiete Biomechatronik (Professor Hartmut Witte), Kommunikations-netze (Professor Jochen Seitz) sowie Audiovisuelle Technik (Professor Hans-Peter Schade) an der Realisierung des anspruchsvollen Vorhabens beteiligt.
Quelle: Pressemeldung Technische Universität Ilmenau
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