Trauer um Schwester Isa Vermehren
Die bekannte Ordensschwester Isa Vermehren ist in der vergangenen Woche im Alter von 91 Jahren in Bonn gestorben. Bekannt wurde sie einem breiten Publikum vor allem als langjährige Sprecherin des "Wort zum Sonntag".
Schwester Vermehren fühlte sich stets unserem Hilfswerk verbunden. Sie war unter anderem Gast beim Pater-Werenfried-Jahresgedenken 2008 in Köln. Damals berichtete sie über ihre erschütternden Erfahrungen und Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg, aber auch über ihren Widerstand gegen die Ideologie der Nationalsozialisten.
Die vor ihrem Eintritt bei den katholischen Herz-Jesu-Schwestern als Filmschauspielerin und Kabarettistin bekannt gewordene Ordensfrau wurde 1933 von der Schule verwiesen, weil sie sich weigerte, die Hakenkreuzfahne zu grüßen. Im Jahr 1944 wurde sie verhaftet und überlebte den Krieg in den Konzentrationslagern Buchenwald, Ravensbrück und Dachau.
Sie erhielt das Bundesverdienstkreuz
Isa Vermehren wurde am 21. April 1918 in Lübeck geboren. Nach ihrem Schulverweis zog sie nach Berlin, wo sie als Kabarettistin auftrat. Zu ihrem Markenzeichen wurde die Ziehharmonika, die heute im Haus der Geschichte in Bonn zu sehen ist. Sie spielte auch in einigen Filmen mit. Die Erlebnisse in den Konzentrationslagern schilderte sie in ihrem Buch "Reise durch den letzten Akt".
1951 trat sie in das Herz-Jesu-Kloster in Beuel-Pützchen (heute Bonn) der Kongregation der Schwestern vom Heiligsten Herzen Jesu ein. Die Ordensoberen erlaubten ihr zu unterrichten und übertrugen ihr die Leitung des St.-Adelheid-Gymnasiums in Bonn. Von 1969 bis zu ihrem Ruhestand leitete sie die Sophie-Barat-Schule in Hamburg. Von 1983 bis 1995 war sie eine der Sprecherinnen der ARD-Sendung "Das Wort zum Sonntag".
Die populäre Ordensschwester erhielt einige Auszeichnungen, darunter das Bundesverdienstkreuz, den Predigtpreis 2003 und 2005 den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen.
Wir wünschen der Verstorbenen die Ewige Ruhe und bitten alle Freunde und Wohltäter um das Gebet für die tapfere und beliebte Ordensschwester
Quelle: Pressemeldung KIRCHE IN NOT / Ostpriesterhilfe Deutschland e.V.
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