Von der Liebe der Wohltäter getragen

12.02.2010 | München
Über die von Pater Werenfried gegründete Kongregation "Töchter der Auferstehung"

"Wer Gott folgt, geht immer sicher." Diesen Ausspruch des heiligen Ambrosius erleben die Töchter der Auferstehung in Bukavu in der Demokratischen Republik Kongo derzeit in doppelter Weise: Gott schützt sie physisch und die Antwort auf seinen Ruf schenkt innere Sicherheit, den Frieden.

Kurz vor Weihnachten versuchten Einbrecher in die Kirche und in das Ordenshaus von Mirhi einzudringen. Es war tiefe Nacht. Die Schwestern wachten auf, riefen den Priester an und der die Polizei.

Als diese schließlich im Ordenshaus ankam, waren die Verbrecher weg. Einige Tage später versuchten sie es beim Noviziat. Sie schossen auf die Wache, diese schoss zurück. Als die Polizei eintraf, waren die Einbrecher wieder verschwunden.

Seither leben die Schwestern in Angst. Jede Nacht kann eine Bande wiederkommen und morden und plündern, so wie sie es im Osten der Demokratischen Republik Kongo seit Jahren tun. Im Dezember ermordeten sie Pater Daniel in seiner Pfarrei Kabare und die Trappistenschwester Denise in ihrem Kloster in Murhesa. Kurz zuvor hatte eine Bande das Kloster der Maristenbrüder in Nyangezi angegriffen und geplündert.

In Gott schöpfen die Schwestern ihre Kraft: Am Bett eines Kranken.

Mirhi, Kabare, Murhesa, Nyangezi - die Gewalt breitet sich aus, das Chaos droht überhand zu nehmen. Eines der wenigen stabilisierenden Elemente ist die Kirche. Bei der Beerdigung von Pater Daniel sagte der Erzbischof von Bukavu, François Xavier Maroy, mit fester Stimme: "Die Kirche geht nur vor der Eucharistie in die Knie, niemals vor einem Gewehr. Wer glaubt, die Kirche in die Knie zwingen zu können, indem er Priester und Schwestern ermordet, der täuscht sich."

Standhalten, das ist der Kern der Tapferkeit, so lehrt schon Thomas von Aquin. Die Töchter der Auferstehung, die Schwestern und Priester in der Region um Bukavu haben Angst, aber sie halten stand.

Dafür braucht es das Gebet. Ende Dezember konnten sich 32 junge Töchter der

Auferstehung aus dem Kongo und aus Ruanda in Mirhi bei Exerzitien stärken. Das Thema war: "Frieden finden in der religiösen Berufung".

Sie nannten ihn Papa Gründer: Schwestern am Grab von Pater Werenfried in Königstein im Taunus.

"Sie haben erkannt, dass nicht sie diesen Weg gewählt haben", schreibt die Oberin Mutter Petronella, "sondern Christus hat gerufen und zwar in den konkreten Umständen des Lebens, durch die Eltern, die Umgebung, den Ort". Das "Ja" zu diesem Ruf bringe Gewissheit über den Lebensweg und inneren Frieden.

Pater Werenfried, Mitbegründer der Töchter der Auferstehung, sagte es geradezu prophetisch: "Das Institut der Töchter der Auferstehung ist aus dem Blut der kongolesischen Märtyrer geboren. Es wird von der Liebe unzähliger treuer Wohltäter getragen. In Gott schöpfen sie die Kraft, immer wieder von vorn anzufangen". Bleiben wir, wie die Töchter in Bukavu, diesem Wort treu.

Quelle: Pressemeldung KIRCHE IN NOT / Ostpriesterhilfe Deutschland e.V.

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